…und dann pflegte ich meine sehr trockene Haut mit Naturmittelchen. Den Hund gar nicht.

 

Diese ganzen Cremes, die da standen und Behandlungen, die ich durchführte waren durchaus teuer, zeitaufwändig. Und großteils erfolglos. Der Auftrag von immer mehr und mehr Schichten war nötig- besonders im Gesicht. Zeitweise fragte ich mich, wohin mein Körper das ganze Zeug packt. Schon öfters versuchte ich, rapide umzustellen. Bereits in meiner Kindheit hörte ich, dass man den Körper auch an gar keine Pflege gewöhnen kann.

Hautprobleme? Dann schon mal probiert? Die Haut spannt, schuppt, juckt und man fühlt sich unwohl. Diese Versuche wurden früher also abgebrochen. Doch jetzt ist jetzt.

Haare:

Mein erstes Projekt waren meine Haare. Ohne Spezialshampoo für trockene Haare und anschließender Haarkur hatte ich ein Vogelnest auf meinem Kopf. Nach all dieser Prozedur, Haarschaum, Spray und Haarölen, sahen meine Haare jedoch gesund und glänzend aus. Anfangs wegen lustiger Farben, dann recht früh wegen erster grauer Haare, griff ich fast durchgängig zu Färbemitteln aus der Drogerie. Schon immer mit gemischten Gefühlen, allein der strenge Geruch schreit „ungesund!“. Ich wollte auf Naturhaarfarben umsteigen.

  1. Schritt: Eine Natronwäsche, um die Silikone abzuwaschen. Danach fühlten sich meine Haare eigenartig an, doch das war mir vorher schon klar gewesen. Darauf folgten nur mehr Naturshampoos und Haarbalsame aus der Naturlinie.
  2. Schritt: Danach griff die Naturhaarfarbe gut, und mit der Zeit immer besser. Ich verwende nun seit Jahren Khadi in hellbraun. Das wird bei mir wie gewünscht etwas dunkler.
  3. und weitere Schritte: Nach einiger Zeit wollte ich zu festen Seifenstücken wechseln, um Müll und Platz zu sparen. Hier habe ich einiges probiert, bis ich bei Mannas „gesunde Strähnen“ landete. Und schließlich eine Zeit lang auf Roggenmehl umstieg. Ich lasse den Balsam schon sehr lange weg, benutze stattdessen eine Saure Rinse. Je nach Verfügbarkeit Zitronensäure oder Apfelessig.

Fazit: Deutlich weniger Haarprodukte stehen bei mir rum. Zusätzlich benutze ich nur zeitweise Haarspray und bei Notwendigkeit einen Farbhaarspray. Meine trockene Kopfhaut ist zeitweise besser, aber leider auch nicht immer. Die Haare jedoch sind locker, luftig und verknoten sich nicht mehr wie früher. Ich kann ins Wasser springen, ohne danach sofort den Pflegemarathon starten zu müssen und alle Frisörinnen bisher meinten, dass meine Haare gesund seien.

Haut: Trotz Nutzung von Naturcremes wie Alverde und Co, benötigte ich mehrere und viel davon. Als ich erfuhr, dass in fast jedem dieser Produkte Palmöl verwendet wird, wollte ich auch das verändern. Seit Jahren schon nutze ich Kokosöl, lediglich trug ich darüber eine Ureacreme auf, um die Feuchtigkeit zu binden. Der Umstieg auf nur Kokosöl mit Wasser war hart. Etwa zwei Wochen litt ich unter extrem trockener Haut. Ich musste ständig peelen und fühlte mich wie eine Schlange. Danach war der Spuk vorbei. Jedoch mit ein wenig Schummelei. Wegen einem angenehmeren Hautgefühl, holte ich mir aus der Apotheke Glycerin und mischte das mit Wasser an. Also erst Kokosöl, dann die Glycerin-Wasser Mischung. Perfekt.

In Zukunft möchte ich das Glycerin ausschleichen und den Körper sich wieder umstellen lassen.

Bereits als Baby litt ich unter Neurodermitis, damals mit juckenden, roten Stellen. Das wurde mit der Zeit besser, doch an Fingern kommt es in stressigen Zeiten auch heute noch zurück. Ich benutzte als Erwachsene dann stets eine Kortison Creme, da wegen nur sehr kleiner Stellen ohnehin nur sehr wenig davon nötig war. Mittels traditionell chinesischer Medizin, Sport und gesünderer Ernährung wurde es auch besser. Doch jetzt, nach meiner Umstellung, liegt die kleine Tube Advantan nahezu unberührt in der Schublade. Zusammenhang? Möglich.

Fazit: Heute steht in meinem Bad Kokosöl, die Glycerin-Wassermischung für den Körper, dazu Sheabutter und Traubenkernöl fürs Gesicht. Der Eco-Cosmetics Sonnenschutz mit Faktor 30 wird täglich aufgetragen. Somit kommen die wertvollen Wirkstoffe direkt und unverdünnt auf meine Haut und ich spare mir Konservierungsmittel und Emulgatoren. Und Geld. Und Platz. Und Gewicht. Vor allem auf Reisen.

Weitere Körperpflege:

Körperreinigung: Hierfür benutze ich Manna Seifen und teste mich derzeit durch. Die Kokos/Schoko Seife schäumt trotz sehr hartem Wasser wirklich gut, ist darüberhinaus langlebig und bisher mein absoluter Favorit.

Deo: Viele Jahre schon habe ich eine selber hergestellte Mischung aus Natron, Wasser und Limettenöl benutzt. Da meine Ernährung in den letzten Monaten leider etwas unbedachter wurde, war mehr Wirkkraft notwenig und ich bin im Sommer auf die 1:1 Mischung von Kokosöl und Natron umgestiegen. Äußerst zuverlässig. (Anleitung) Nach mehrwöchiger Anwendung, bekam ich leider wunde Stellen unter den Achseln und benutzte die 1:1 Mischung nur mehr an sehr heißen Tagen.

Rasur: Diese führe ich mit dem Seifenschaum und einem Klingen- Nassrasierer durch.

Abschminken: Hierfür nutze ich die Gesichtsreinigungsseife für trockene Haut von Manna. Wenn ich die Augen nicht zusammenkneife, bekomme ich damit auch das Augen Make-up ab. Meist ohne Brennen und Wattepads, die ich nun auch einspare.

Monatshygiene: Seit etwa 5 Jahren nutze ich die Lunette Menstruationstasse. Hiervon bin ich komplett begeistert, spare viel Müll und habe Komfort sowie Freiheit damit gewonnen. Ich benutze die größere Größe, auch an leichten Tagen. Mittlerweile gibt es die auch in kräftigen Farben, die sich nicht verfärben.

Hund

Schon bei der Welpenausstattung habe ich an ein mildes Shampoo gedacht, es bisher jedoch nie benutzt. Hanni war im Winter viel auf Äckern unterwegs und sah danach dementsprechend aus. Wir stellten sie in die Dusche wonach sie wieder einwandfrei sauber war. Besonders jetzt im Hochsommer, müffelt der Hundebadeteich ein wenig. Nach dem Schwimmen gibt es eine Dusche mit dem Gartenschlauch und der Geruch verfliegt schnell. Hanni riecht auch nicht nach nassem Hund. Das liegt vielleicht auch an der hochwertigen Ernährung- oder auch ihrem geringen Alter.

 

 

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