Was tun bei Ohrmilben?

Ohrpflege habe ich recht schnell schleifen lassen. Hannis Lauscher waren ja auch immer sauber. Mit 11 Monaten waren da aber plötzlich Milben.

Allgemein vertraue ich auf die Selbstreinigung des Hundes. Gelesen habe ich sehr wohl, dass man regelmäßig Ohrreinigungsflüssigkeit verwenden soll. Gemacht jedoch kein einziges Mal. Doch als Hannis rechtes Ohr auch nach der dritten äußerlichen Reinigung schnell wieder schmutzig war, fragten wir nach. Meine Schwiegermutter hielt Ohrmilben für möglich und Recherche folgte auf den Fuß. Öfters las ich, dass Hunde beim Tierarzt etwas gespritzt bekommen und war kurz davor, Hanni zu den Öffnungszeiten behandeln zu lassen. Besonders als ich etwas von Mittelohrentzündung und seltener Taubheit las. Die Ohrmilben lebten womöglich bereits zwei/drei Wochen im Ohr meiner Hündin. Typische Anzeichen, wie Juckreiz, Ohr schütteln etc., zeigten sich nicht. Das Ohr war jedoch rot.

Ich fand zwei Videos von TierärztInnen auf Youtube an und war sogleich beruhigt. Dort wurde eine korrekte Ohrreinigung- und der Umgang mit Milben erklärt. http://bit.ly/2z3a02f.   http://bit.ly/2yNb2hW

Den natürlichen Behandlungsmethoden eine Chance einräumend, fragte ich in der Apotheke nach einem Mittel. Die Fachkraft hatte nichts lagernd, riet mir nach Rücksprache aber zu Kokosöl. Nachlese ergab, dass dieses Laurinsäure beinhaltet, die Insekten vertreibt, und wegen antimikrobieller Wirkung Viren, Bakterien und Parasiten abtötet. Wieder mal zeigt sich die tolle Vielfalt des Wunderöls.

Da ich sichergehen wollte, dass auch der Gehörgang sauber wird, kaufte ich in der Tierhandlung bogacare Ohrreinigungsflüssigkeit und legte los. Schon als Welpe hat Hanni gelernt, dass gewisse Pflege dazugehört und im Nachhinein auch gut belohnt wird. Vom Eintropfen des Reinigers war sie jedoch schwer schockiert. Hunde schütteln sich für gewöhnlich nach Anwendung und Massage, doch Hanni führte einen regelrechten Tanz auf. Sie flitzte durch den Garten, rieb ihr Ohr den Rasen entlang und ließ die anschließende Reinigung mit Kokosöl und Watte nur sehr widerwillig zu. Es wurde sogar nötig, Ohrberührung neu zu lernen und positiv zu verknüpfen.

Wir führten diese Prozedur etwa drei bis viermal durch und nutzten auch Wattestäbchen für den ÄUSSEREN Gehörgang. Nur so kamen wir an alle Milben ran. Recht schnell war der Spuk vorbei und Hannis Ohr ist seitdem wieder sauber. Zur Sicherheit kaufte ich noch das Ohrmilbenöl von Antiforte und tropfte es zweimal ein. Hanni ist kein Freund davon, mag aber sicherlich saubere Lauscher.

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