Tausche Dinge gegen fairere Alternativen, Teil I

Immer noch habe ich Dinge zuhause, die meinen ethischen Richtlinien widersprechen.

 

Kindle gegen Tolino

Zum Geburtstag 2012 habe ich den Kindle Paperwhite geschenkt bekommen (damaliger Wert: 130€ plus 30€ Schutztasche).

Vorteile des Tausches: Thalia soll fairere Arbeitsbedingungen schaffen als Amazon UND ich kann mir Bücher bei öffentlichen Bibliotheken ausborgen. Sparen auf lange Sicht.

Nachteile: Mein Kindle funktioniert auch nach 5,5 Jahren durchgängiger Benutzung noch. Schade und ärgerlich, so etwas auszutauschen. Wieso kann Amazon nicht einfach fair wirtschaften? Leider kann man mit Kindle nur das Amazon eigene Format benutzen, weswegen ich den Onlineriesen somit weiterhin unterstützen würde.

 

Altes Zeug gegen faires Kleid

Letzten Sonntag war ich mir meiner Freundin 7,5 Stunden bei 1 Grad Celsius auf einem Hallenflohmarkt. Wir wollten uns von Kochtöpfen, CD`s, Elektrogeräten, Spielen, Büchern, Gewand und vielem, vielem mehr trennen. Mein Plan, mindestens 50€ einzunehmen, ist gescheitert. Nach Abzug der Standgebühr, blieben mir 32€ übrig. Für den großen Aufwand und sonntägliches Aufstehen um 4:30 ein sehr kleiner Erlös. Doch haben wir mehr als die Hälfte des Zeugs an Leute abgegeben, die Verwendung dafür haben. Ein schöner Gedanke. Restliche 22 Artikel habe ich nun auf willhaben gestellt, bzw. vieles an Kleidung gespendet. Durch einen Verkauf kann ich weitere 18€ dazurechnen und mir somit das armed angels Kleid gönnen, mit dem ich schon einige Monate liebäugele. Flohmarkt: eine coole Erfahrung. Die einmalig bleiben wird.

 

Tupperware Bräter gegen Emaille Version

Den 5 Liter Bräter von Tupperware habe ich vor langer Zeit von meiner Mutter geschenkt bekommen. Er hat uns tolle Dienste geleistet, ist vor einigen Monaten jedoch leider zerbrochen. Dem Deckel hatte zu dem Zeitpunkt bereits ein Stück gefehlt, was die Benutzung aber kaum einschränkte. Schlussendlich musste er entsorgt werden, weswegen ich seitdem auf der Suche nach etwas Neuem bin. Bei Ikea wurde ich fündig und werde in Zukunft diesbezüglich wohl auf Plastik verzichten können und zu dem Material zurückkehren, das schon meine Oma benutzt hat. Bin gespannt.

 

Wettex gegen natürlichere Tücher

Nicht nur, dass jeweils drei Stück extra in Plastik verpackt sind, habe ich auch gelesen, dass auf diesem Weg Plastikpartikel ins Wasser kommen. Auf dem Blog von widerstandistzweckmaessig  eine gute Anregung bekommen, habe ich ein altes Handtuch zerschnitten- nach Testphase allerdings kleiner, als dort empfohlen- und bin sehr zufrieden. Die Handhabung ist angenehmer, vor allem ältere Wettex, die ich schon mehrere Male in der Waschmaschine gewaschen habe, wurden nämlich hart. Das passiert bei meinen neuen Fetzerln nicht. Ich habe vor, sie der Hygiene wegen entweder täglich zu tauschen oder im Geschirrspüler mit abzuspülen. Bezüglich der Schwämme überlege ich noch, bis jetzt habe ich mal einen Edelstahlschwamm gekauft. Vorerst benutze ich die schon gekauften Artikel zu Ende.

Beizeiten werde ich die Stücke auch abnähen, damit sie beim Waschen nicht ausfransen. Beim ersten Versuch hat das ob meiner Nähmaschine oder meiner fehlenden Begabung leider eher schlecht geklappt.

 

Mülleimer ohne Plastikbeutel

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wieso die Umsetzung dieses Vorhabens so viele Jahre  gedauert hat. Da wir Mülleimer haben, wären Müllbeutel schon von Anfang an unnötig gewesen. Tja. Zumindest habe ich meine Widerstände schon vor einiger Zeit bekämpft und bin sehr zufrieden. Natürlich muss ich besonders den Biokübel oft reinigen, doch dafür steht mir im Garten praktischerweise ein Wasserzugang zur Verfügung. Plastikvermeidung und Geld sparen. Mir gefällts.

 

Plastikfreies Sauckerl für Obst und Gemüse

Wiederum auf wiederstandistzweckmaessig gelesen, habe ich nun einfach eine weitere, kleinere Stofftasche mit dabei. Der Salat wird dieses Version zwar weiterhin nass machen, doch vorerst passt mir das so. Oft sind Lösungen so einfach, doch kommt man trotzdem nicht drauf. Eventuell werde ich die Augen nach einem waschbaren, wasserabweisenden Stoff Ausschau halten, mit dem ich den Salat beispielsweise auch im Kühlschrank lagern kann, um ihn knackig zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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