Impfungen: Ja oder Nein?

Als Hundehalter steht man recht schnell vor Entscheidungen dieser Art. Recherche im Internet hat mich in Hannis Welpenalter eher verunsichert.

Ich bin kein Fan von Extremen. Für mich erweist sich meist der Mittelweg als passend. Diesen zu finden ist nicht immer leicht.

 

Meine Einstellung zu Schul- und Alternativmedizin

Grundsätzlich würdige ich schulmedizinische Möglichkeiten, die uns vor Krankheiten schützen können, welche früher zu Langzeitfolgen oder zum Tod geführt haben. An dieser Stelle bin ich dankbar für Antibiotika, Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Polio, Röteln, Diphtherie und Tetanus. Daneben bin ich auch ein Fan von alternativen Lösungsansätzen, sofern diese zum Ziel führen. Wie auch immer das vonstatten gehen mag, ob durch nachgewiesene Wirkung oder Glaube daran, ist mir dabei egal.

 

Impfungen

Nun denn, ich selbst wurde als Baby/Kind gegen Tuberkulose, Pertussis, Diptherie-Tetanus, Polio, Masern-Mumps, FSME und Röteln geimpft. Wegen ehrenamtlichem Umgang mit kranken Menschen, folgte in der Jugend Hepatitis A+B, einmalig Grippeimpfung und bezüglich Reisen Typhus, japanische Enzephalitis und Tollwut. Auffrischungen, wenn nach Titerbestimmung notwendig, wurden jeweils gemacht (Schutz vor Röteln ist bei mir noch aufrecht). Außer bei Reiseimpfungen. Bezüglich Auffrischung von Tollwut überlege ich gerade.

Mit dieser Erfahrung stieg ich auch ins Hundethema ein. Da meine Hündin nicht mitentscheiden konnte, bin ich hierbei etwas kritischer ran. Muss ja nicht alles sinnvoll gewesen sein, was ich da so bekommen habe.

Impfungen bei Hunden sind ja sehr umstritten, doch gar nicht zu impfen kam für mich nicht in Frage. In Anbetracht der Tatsache, dass einige bei uns bereits ausgerottete Krankheiten wie Tollwut und Staupe theoretisch wiederkommen können. Hanni kommt bei uns darüberhinaus auch mit in den Urlaub ins Ausland, wo Tollwutimpfungen ohnehin Pflicht sind.

Meine Tierärztin hat einen Impfplan entwickelt, der punktgenau ablaufen soll, und ich habe ihr einfach mal vertraut. Alles andere hätte mich zu Beginn überfordert. Hanni ist also derzeit gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza (Zwingerhusten) und die bei uns nötigen 4 Stämme von Leptospirose geimpft. Oft habe ich gelesen, dass “mein Hund ja nicht im Tierheim oder Zwinger lebt”, doch MEIN Hund darf bei Gelegenheit mit Hunden aller Art spielen. Der Impfstoff wirkt womöglich nicht zu hundert Prozent, doch soll er die Symptome und den Verlauf mildern.

 

Auffrischung

Da ich stets auf das gelindeste Mittel setzen möchte, will ich nun, wo mein Hund grundimmunisiert ist, nicht wahllos nachimpfen. Nun liegen die Kosten einer Blutuntersuchung laut Dr. Tier bei 60€ und das ist schon wirklich viel. Hier werde ich mir noch einen passenden Umgang überlegen müssen. Auch folgende Entscheidungen fußen auf genannter Quelle:

  • Leptospirose: werde ich auf jeden Fall jährlich auffrischen, da mein Hund viel badet und auch aus diesem Wasser trinkt- zeitweise auch aus Lacken, wenn ich nicht schnell genug bin.
  • Parvovirose: Lebensbedrohliche Durchfälle möchte ich vermeiden. Hanni ist auch stets äußerst interessiert an Exkrementen, die in der Natur so rumliegen, weswegen diese Impfung meiner Meinung nach Sinn macht.
  • Staupe: Hanni liebt den Wald genau so wie wir und darf Kontakt zu anderen Hunden haben.
  • Hepatitis und Zwingerhusten: Diesbezüglich werde ich mich noch schlau machen, ob wirklich beides nötig ist. Womöglich kann ich die jährliche Impfung gegen Zwingerhusten weglassen, da die Hepatitis Impfung scheinbar auch dagegen wirkt.

Vor den drei letztgenannten Impfungen werde ich voraussichtlich einen Titer bestimmen lassen und erst nachimpfen, wenn nötig. Genauso bei Tollwut.

Grundsätzlich setze ich außerdem auf ein gestärktes Immunsystem durch möglichst gesunde Ernährung, Bewegung und passende Hygiene. Dann, so glaube ich, ist mein Hund gut ausgestattet in Bezug auf weitere Erreger da draußen.

Wie handhabt ihr das? Habt ihr Ideen, Anregungen, Erfahrungen?

 

 

2 Kommentare bei „Impfungen: Ja oder Nein?“

  1. Bei uns wird regelmäßig geimpft – auch ohne Titer-Bestimmung. Zum einen weil wir regelmäßig mit den Hunden auch ins Ausland fahren und da eben die Einträge im Impfpass auschlaggebend sind und zum anderen, weil unsere Tierärzte nur das impfen, was sie für notwendig erachten und nicht einfach jedes Jahr alles.
    Da muss ich auch sagen, ich habe das Thema angesprochen, fühlte mich gut beraten und vertraue meinem Tierarzt … und kann so gut damit leben. Denn es kommt ja nicht nur auf das an, was meine Hunde so erleben, sonder auch darauf, was die Hunde die meine treffen so erlebt haben – wie Du schon geschrieben hast.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Liebe Isabella mit Cara und Shadow!
      Danke für den Kommentar und den kleinen Einblick, wie ihr das so handhabt.
      Lieben Gruß, Hanni`s Jule

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